Nichts ist so gegensätzlich wie eine voluminöse, farbenreiche und volltönende Gesangsstimme und ein zarter, luftiger, fast ätherischer Blockflötenton.
Doch gerade durch diese ungewöhnliche Kombination sind überraschende und eindrucksvolle Klangempfindungen in einer ganz neuen Dimension möglich, die das Ensemble ['tse:fyr] meisterlich in abwechslungsreiche und spannungsgeladene Programme umgesetzt hat.
Wie ein warmer, milder Südwestwind, dem mythologischen Zephyr gleich, umschmeicheln den Zuhörer liebliche Töne, melancholische Melodien und expressive Arrangements.
Dem Charakter des Namenpatrons Zephyros entsprechend, der sich gerne als Gehilfe des Liebesgottes Eros anbot und bei dramatischen Entführungsgeschichten und leidenschaftlichen Romanzen eine nicht unerhebliche Rolle spielte, ist die Liebe in all ihren Spielarten das Leitmotiv in den ['tse:fyr]-Programmen.
Mit Kompositionen d'Amour überwiegend italienischer und französischer Meister wie Scarlatti, Verdi, Franck, Massenet, Saint Saëns, Fauré und vielen anderen unterhalten die vier Musiker ihr Publikum auf charmante und amouröse Weise. Aber auch in zeitgenössischen Stücken und Chansons entfaltet diese nicht alltägliche Formation einen ganz eigenen Zauber. Mit den musikalischen Lesungen "Amor & Psyche" von Apuleius oder Oscar Wilde "Der Fischer und seine Seele" hat das Ensemble sein Angebot erweitert. Ein professioneller Schauspieler liest die fantastischen Geschichten. Durch ausgewählte Stücke aus den unterschiedlichsten Epochen werden die gewaltigen und überströmenden Gefühlswelten in musikalischen Bildern ausdrucksstark belebt.
Seit Anfang 2004 musizieren die vier Ensemblemitglieder Ilona Waidosch, Gesang, Ina Sabatke, Blockflöte, Agnes Radecker, Blockflöte, Berthold Mai, Piano, Cembalo, Monocord auf hohem technischen und künstlerischen Niveau miteinander. Bei zahlreichen Auftritten im In- und Ausland, vornehmlich in stillvollem Ambiente von Schlössern, haben sie die Zuhörer mit ihren extravaganten, ungewöhnlichen ['tse:fyr]-Klängen begeistert.